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Winterberg – März 2015

Wir wohnen hier im westlichen Münsterland. Schnee gibt es nur ca. ein- bis zweimal im Jahr und der wandelt sich meist am Mittag rum schon in hässlichen Schneematsch. Wir sind nicht mit Skiurlauben groß geworden und generell muss ich sagen habe ich bisher eine geschlossene Schneedecke genau 4 Mal bewusst wahr genommen.
Winterberg liegt knapp 190km von hier im Sauerland und ist sehr schneesicher. Im Sommer waren wir schon des öfteren mit den Mountainbikes dort aber im Winter haben wir es noch nicht hinbekommen. Am Sonntag haben wir uns also mit 4 Autos und 14 Personen bereits um erschreckende 5:30Uhr in Bewegung gesetzt. So früh weil man an gut besuchten Tagen ansonsten für die 20km kurz vor Winterberg 2Std im Stau steht. Den Tempomat auf Reisegeschwindigkeit gestellt und die Landschaft plätscherte dahin.

Dauer: 1:56:47 | Durchschnittsgeschw.: 104,2km/h | Max: 204,9km/h | Distanz: 202,9 km

Bis 5km vor Winterberg war absolut nichts winterliches zu sehen. Leichter Regen machte sich seit 100km breit. Das erste Anzeichen das wir in die richtige Richtung fahren war ein Auto mit schneeweißem Dach. Vereinzelnd waren dann Schneefelder zu sehen und mein inneres Kind freute sich riesig! Die Temperatur fiel weiter Richtung Null Grad und endlich wandelte sich der Nieselregen in Schnee. Quasi 2km vor Winterberg war alles in weiß getaucht und die Kolonne erreichte den McDonalds schon um 7:25 Uhr. Wir wollten kurz was essen, da die Lifte erst gegen 9:00Uhr öffneten. Doof war natürlich, dass das Restaurant zur goldenen Möwe erst um 8:00Uhr öffnete. Die Stimmung war aber gut und wir fröstelten die 30Min bis zum Frühstück zusammen auf dem Parkplatz.

Bis zum Parkplatz 1 waren es nur noch 1,5km und die Kulisse war schin ziemlich genial. Alle zogen sich endlich die zusammengeliehenen Klamotten an und wir stürmten den Ski-Verleih. Von unseren 14 Leuten konnten leider nur 2 Ski fahren, der Rest musste sich mit den Rodeln zufrieden geben. Aber genau deswegen waren wir doch auch hier. Der Einstig war nur wenige Meter vom Skiverleih entfernt und idyllisch gegenüber der WorldCup Ski Sprungschanze setzten wir uns auf den Rodel Richtung Lift und dem Rodelhang. Wie unberechenbar sich die Teile doch steuern lassen oder viel mehr unkontrollierbar umherrutschen. Einfach nur drauf setzen und den Hang runter klingt in der Theorie ziemlich einfach. Ist es nicht! Aber es macht mordmäßig Laune. Unten dann am Lift eben die Tageskarten geholt und mit dem Lift nach oben. Am Lift 16 gibt es quasi 3 Abfahrten und wir hatten alle nur für uns.

Die Abfahrten fanden im 10Minuten Takt statt und nach einer gewissen Zeit liefen wir rüber zum Bremberg. Dort gab es den zweiten Rodelhang im Skikarussel Winterberg und der hatte es in sich! Der untere Teil wurde so steil das der Rodel quasi unkontrollierbar wurde und man versuchte sich einfach drauf zu halten. Legte man sich ab, wusch der Schnee einen und gleichzeitig kamen Unmengen des weißen Zeugs unter die Jacke oder in die Schuhe. Toll war es auch dort auf die beiden mit den Skiern zu treffen. Das müssen wir echt auch nochmal lernen. Da hat man deutlich mehr Möglichkeiten als die zwei Rodelhänge hier. Klar, dass die Kälte irgendwann auch ihren Tribut fordert und gegen Mittag ging es dann erstmal zu einem heißen Kakao, Glühwein und was zu essen in die Hütte. Die Handschuhe am Ofen gewärmt und gestärkt ging es wieder raus auf den Hang und wieder zum ersten Rodellift. Es wurde merklich wärmer und der Schnee der Piste wandelte sich eher zu Crash-Ice sodass er wirklich in jeder Pore hing. Wir hatten genug vom Tag und machten uns am frühen Nachmittag auf den Weg nach Hause. Navi an und gib ihm! Danke an alle Beteiligten und auf das nächste Mal. Das wir wieder runter fahren ist jetzt schon klar!