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Ägypten – Januar 2015

Wie lange habe ich darauf gewartet hier einen neuen Beitrag zu veröffentlichen. Es ist also endlich wieder soweit und wir haben uns quasi schon traditionell dafür entschieden am Anfang des Jahres dem nun doch anrollenden Winter zu entfliehen und flogen nach Ägypten. Von uns war bisher noch keiner dort und nachdem ich in letzter Zeit gefühlt 15 mal in Düsseldorf am Flughafen Leute abgesetzt hatte geht es endlich auch für uns wieder los. Nicht den Flugzeugen hinterherschauen, reinsetzen und mitfliegen. Neues sehen. An nichts denken müssen und die Zeit einfach genießen.

Schon 2011 wollten wir nach Ägypten. Die Ägyptische Revolution und eine daraufhin verhängte Reisewarnung des auswärtigen Amtes machten uns es leider zunichte. Nun also haben wir uns erneut daran gewagt und flogen für 7 Tage nach Hurghada. Ich denke die Flugzeiten waren das optimum was wir bekommen konnten. Es ging morgens früh von Düsseldorf mit Condor los. Die 4,5 Std sitzt man doch eben ab, wenn man sich auf die Sonne freut und mal 7 Tage nicht an die gewohnte Umgebung denken muss.

In Ägypten dann vor der Passkontrolle das totale Chaos. Die Passagier von mehreren Flügen füllten das Terminal und es nahm und nahm kein Ende. Das Visum lieblos irgendwo in den Pass geklebt warteten wir auf den ersten Stempel. Über eine Stunde! Hatte man den Schalter endlich passiert wurde dann vor einer weiteren Durchgangssperre direkt von einem sehr ominösem Zeitgenosse in Lederjacke nochmal kontrolliert ob der Stempel denn auch drin ist. Die Koffer standen mittlerweile neben dem Laufband und nicht nur wir waren froh endlich aus dem Terminal rauszukommen. Der Alltours Mitarbeiter war sichtbar erleichtert und der Bus wartete nur noch auf uns. Auf Mallorca gibt es dieses Gefühl: Der Bus ist voll und man fährt am Anfang die 5 Sterne Hotels mit ihren opulenten Foyers an. Natürlich ist es nicht das eigene und man möchte aber unbedingt dort nächtigen. Diesmal ist es anders gewesen. Unser Hotel, das Jungle Aqua Park Resort, war der absolute Hammer und jeden Euro wert! Ein riesiger Rezeptionsbereich mit direktem Blick auf den Pool erwartete uns und nach dem Check-In ging es in unseren Bungalow. Die Koffer wurden selbstverständlich etwas später vorbeigebracht. Unwirklich, man ist es anders gewohnt.

Das Hotel wurde gebucht, weil es einen angeschlossenen Aqua Park in der Anlage hatte. Gefühlt 30 Rutschen warteten dort auf uns. Die ersten beiden Tage waren schon noch etwas frisch. Ich mein, Anfang Januar und 23 Grad sind schon wirklich ok. Da wir aber direkt am roten Meer waren, war der Wind nicht wirklich angenehm. Wir legten uns auf die Pool Betten und ließen den Tag vorüber gehen. Es war wirklich frisch und wir trauten uns erst am zweiten Tag ins Wasser. Eine handvoll Rutschen mussten dran glauben ehe wir wieder den Pullover über streiften. Zum Essen ging es immer in eines der 5 Themen Restaurants. Es war wirklich für jeden was dabei. Immer und mehr als genug!

Die Sonne kam nun raus und es wurde richtig angenehm. Die Tage vergingen und die Highlights waren definitiv das Quad fahren in der Wüste (das falsche Beduinen Camp hätte man aber wirklich auslassen können) und unsere Tagestour nach Luxor. Für uns Deutsche ist das Sicherheitsgefühl mit das wichtigste was es gibt. Luxor liegt knapp 300 km außerhalb von Hurghada und es ging um 6:00Uhr morgens los. Unser Reisebegleiter meinte direkt wir sollten uns wegen den Sicherheitskontrollen keine Sorgen machen. In Deutschland ist es so, dass etwas passiert ist, wenn die Polizei mit Waffen auf offener Straße herumstehen. In Ägypten ist es anders: es ist eben nichts passiert, wenn sie dort sind. Es warteten also 4Std Ghettobusfahrt vor uns ehe wir am Karnaktempel auf unseren Ägyptologen trafen. Sinbad erzählte also allerlei während er uns durch die Ruine führte. Danach ging es zum Nil. Wir kreuzten ihn und aßen in einem Restaurant zu Mittag. Mein persönliches Highlight folgte in Anschluss: Das Tal der Könige mit seinen bisher 64 gefundenen Gräbern. Wir durften in 2 der Gräber rein, u.a. Ramses III und Thutmose IV; jedoch waren Bilder strengstens verboten. Selbst das mitführen der Kamera stand schon unter Strafe. Jedes geschossene Bild würde mit 50 Pfund berechnet. Es war wirklich beeindruckend es live zu sehen. Auf der anderen Seite des Berges war dann der teilweise restaurierte Tempel der Hatschepsut. Ein beeindruckender Bau! Nach dem klassischen Touribesuch eines Handwerker ‚Dorfes‘ ging es auch schon wieder die 4 Std. Heimreise zum Hotel. Viel gesehen, viel erlebt, aber wirklich schön war es am Wegesrand nie.

Am Folgetag ging es nachmittags auch schon wieder ins kalte Deutschland. Ägypten war toll, die Anlage einfach top und kulturell interessant, aber außerhalb des Hotelkomplexes ist es einfach nur unansehnlich. Schade eigentlich!

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