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Südafrika – Februar 2013

Roadtrip J’burg -> Kapstadt

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Vorbereitungen

Südafrika ist bisher eines der schönsten Reiseziele die ich kenne. Nicht nur die atemberaubende Landschaft, die Leute und Kultur sind faszinierend. Die Mischung macht es einfach! Bei dem momentan gutem Wechselkurs ist es für uns Europäer auch ziemlich günstig dort richtig guten Urlaub zu machen.

Zum Punkt Hotels/Appartment muss man sagen, dass wir keine Hostels gebucht haben, sondern schon schicke 4 Sterne Hotels oder wo es verfügbar war, Appartments oder direkt Häuser. So zahlen wir z.B. in Kapstadt für 5 Übernachtungen für 5 Personen lediglich ca. 800€. Ein guter Preis für ein ganzes Haus in gehobener Ausstattung mit super Lage direkt am Tafelberg mit Blick aufs Meer und nur für uns!

Interessant ist auch der Punkt Mietwagen. Wir entschieden uns jetzt 2 Kleinwagen für 15 Tage à 325€ zu mieten, statt einem großen SUV oder Transporter. Der Grund ist einfach: Es werden zum einen bei der Abholung bei Hertz 2 Kreditkarten vom Fahrer verlangt und darauf stolze 5000€ Kaution geblockt. Zum Zweiten kostet der Mietwagen selbst mit meinen Hertz #1 Gold Plus Status schlappe 1400€. Also sind wir selbst mit dem Benzin für 2 Kleinwagen deutlich unterhalb dessen, was uns ein großer Wagen kosten würde. Dazu kann man sich in Kapstadt jetzt aufteilen wenn 2 zum Strand, die anderen aber lieber Sightseeing machen wollen.

Kommen wir zu der geplanten Route. Wir sind jung, dynamisch und lieben Autofahren. Ambitioniert wie wir sind haben wir uns eine ca. 3000 km Tour zusammengestellt um quasi im Schnelldurchlauf die sehenswertesten Ecken von Südafrika anzufahren. Leider haben wir nur 15 Tage Gesamtaufenthalt. Nach drei Tagen im Krüger National Park geht es dann auf die knapp 2400km lange Fahrt immer der Küste entlang nach Kapstadt. Einfach nichts machen und tagelang am Strand liegen gibt es bei uns nicht! Nicht wenn es so viel zu sehen gibt! Sind ja jung, dynamisch und und und und.

Das war es größtenteils auch schon zu den Vorbereitungen.

Viel Spaß mit dem Livebericht. Wir versuchen, sobald wir Internet haben, den Artikel mit Bilder und kleinen Updates zu aktualisieren. Geplant ist einiges, die Umsetzung steht auf einem anderen Blatt Papier.

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Liveblog:

Samstag 2.2.2013

Koffer sind gepackt, die kleinen Reiseutensilien im Handgepäck, Reisepässe zum 4ten Mal durchgezählt ob wirklich alle dabei sind und das Auto ist beladen. Ich denke es geht langsam los! Das nächste Update kommt dann also morgen Abend aus dem Krüger Nationalpark!

Sonntag 3.2.2013

Dauer: 4:48:07 | Durchschnittsgeschw.: 89,6 km/h | Max: 156,6 km/h | Distanz: 430,1km

SA1Anstrengend war es ja schon. Wir landeten fast überpunktlich nach 10 Std 50 Min in Johannesburg und machten uns direkt Sorgen um Anka. Sie wurde vor der Passkontrolle schon abgefangen und zu den Ärzten geschickt, weil bei ihr eine erhöhte Temperatur festgestellt worden war. Aber war wohl nichts wildes, denn sie kaum fast augenblicklich nach ein paar Minuten durch die Schleuse, nachdem wir uns schon gottweißwas dachten! Dann machten wir uns sofort daran unsere Baustellen aufzulösen. Bargeld tauschen, Sim Karten besorgen und Mietwagen abholen. Bei den Simkarten im Vodacomstore war es aber schon komisch, dass man irgendwie nur welche mieten konnte. Wir fliegen eh von J’burg wieder weg, da können wir die eben wieder abgeben. Der Punkt Mietwagen war auch zügig Geschichte. Namen gesagt, Führerschein und Kreditkarte fürs Deposit vorgelegt und zack hatten wir schon die Schlüssel für einen wunderschönen Fiat Punto und Ford Figo… Dann stellten sich nur noch 430 km zwischen uns und dem Pool, Essen und Bett. 50 PS und alles haben wir herausgeholt! Der akute Schlafmangel machte uns allen nämlich echt zu schaffen. Die ersten 420km waren auch klasse zu fahren, doch dann wurd es zum richtigen Abenteuer. Navigon schickte uns erst über eine von Schlaglöchern und Rinnen ausgewaschenen Sandpiste zum Tor vom Marloth Park und dann wurds wirklich bitter als der Weg zur Lodge für unsere Wagen unpassierbar wurde! Wir hätten uns sonstwas abgerissen, verbeult oder einen Platten zugezogen. So wie wir dort fuhren können wir froh sein, dass nichts passiert ist. Also links ran und Googlemaps angeschmissen. Wir haben es dann mal von der anderen Seite probiert. Es klappte! Und was für eine Unterkunft. Was für eine Aussicht und was für ein Essen auf dem Pooldeck. Wenn ich mich selbst ohne schlechtes Gewissen loben könnte, würd ichs tun… Es war genial und vor allem haben wir ja noch zwei Abende hier :) Die Zebras laufen hier übrigends direkt vor unserer Nase rum und Giraffen haben wir auch schon ausgemacht. Bis Morgen mit hoffentlich aussagekräftigeren Bildern. Die Damen müssen ja noch üben!

 

Montag 4.2.2013

Dauer: 8:23:49 | Durchschnittsgeschw.: 37,6 km/h | Max: 109,8 km/h | Distanz: 315,9km

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Was für eine Nacht. Es war quasi Weltuntergang! Hier braute sich gestern Abend nach dem Essen ein gewaltiges Gewitter zusammen und als es dann losging fiel ungefähr 7 mal der Strom aus ehe er ganz aus blieb. Man merkte das die Gebäude hier nicht für derartig heftigen Regen ausgelegt war. Es tropfte an mehreren Stellen. Immer schön ins Bett… Morgens um 4:50 Uhr ging trotzdem der Wecker und man hat versucht sich mit der Taschenlapenapp so gut wie möglich fertig zu machen.

Wir fuhren dann direkt von hier aus zum Crocodile Bridge Gate. Wider erwarten, denn eigentlich müssten hier doch 50 andere Autos warten, waren wir die einzeigen dort und meldeten uns an.
Die Regenfälle der letzten Nacht haben manchen Straßen extrem zugesetzt, so dass wir leider bald mit unseren kleinen Mietwagen umdrehen und nun doch erstmal die Asphaltstraßen entlang fahren mussten. Die Wolken verzogen sich bald, die Straßen trockneten und so konnten wir nach dem Frühstück nun fleißig km schrubben. Nach 8,5 Std >reiner< Fahrzeit und 300+ km fuhren wir wieder raus zur Lodge, denn sowohl der Pool als auch das Essen warteten ja auf uns! Es zieht sich gerade wieder zu, aber wir hoffen wir können morgen direkt am Gate auf die gravelroad fahren. Denn dort waren mit Abstand die meisten Tiere zu finden. Daumen drücken!

 

Dienstag 5.2.2013

Dauer: 8:57:43 | Durchschnittsgeschw.: 40 km/h | Max: 124,6 km/h | Distanz: 358,7km

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Unser zweiter Tag im Krüger National Park. Morgens pünklich um 4:45 Uhr ging der Wecker und um 5:35 Uhr waren wir auch schon am Gate. Was folgte war dann der stundenlange Versuch über die gravelroads den Sabie River zu überqueren. Jeder Versuch wurde von dem immer noch bestehenden Hochwasser bzw. zerstörten Brücken zunichte gemacht. Positiver Nebeneffekt war dann das wir heute so zu unserer zweiten Löwensichtung gekommen sind. Also mussten wir nun erst wieder über die Asphaltstraße über Skukusa auf die andere Seite und versuchten dann über die Straße, die direkt am Crocodile River entlang führt, zurück zu ‚unserem‘ Crocodile Bridge Gate zu kommen. Wir sind schon stolz auf unsere kleinen Mietwagen, dass die das zunehmend offroadlastigere Terrain so souverän hinnahmen. Natürlich kamen wir aber leider wieder nicht über die Brücke zurück, die kaum noch auszumachen war. Man konnte die Wassertiefe nicht abschätzen, aber die Fließgeschwindigkeit ließ schon einiges an dahinterstehender Kraft vermuten und uns wurde mulmig dabei rüberzufahren. Wir drehten schnell, fuhren nun leider doch am Malelane Gate raus und so dann eben die 50km über die normale Straße zurück zu unserer Lodge. Leider ist das heute hier auch schon unser letzter Abend. Morgen geht es dann nach Durban…

Mittwoch 6.2.2013

Dauer: 10:14:34 | Durchschnittsgeschw.: 80,2 km/h | Max: 148,3 km/h | Distanz: 821,3km

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Heute war ein Transfertag. Wir waren noch in unserer Lodge und haben mal etwas länger geschlafen. Bis kurz vor 7 Uhr nämlich. Wir packten alles ein und gut gelaunt ging es auf die Reise nach Durban. Wir waren guter Dinge und kamen sehr gut vorran. Das Frühstück gab es dann bei Millys am See. Wir entschieden uns dann der etwas kürzeren der uns zur Verfügung stehenden Routen den Vorrang zu geben und fuhren die noch 600+km über teils abenteuerlichen Straßen. Seien es ‚Potholes‘ (Schlaglöcher, die bis zum Mittelpunkt der Erde zu reichen scheinen), die Ghettobusse (die einen rechts und links überholen) oder der absolute Weltuntergang von Gewitter das uns 200 km vor Durban heimsuchte und den Tag zur Nacht machte. Denn eigentlich wären wir schon noch bei Tageslicht in die Stadt eingeritten. Aber die Kombination der drei vorangegangen Faktoren in Verbindung mit den ausgedehnten Bemühungen Südafrikas Investitionen in die Ifrastruktur zu tätigen, ließ in uns leichten Hass aufsteigen. Ich find es ehrlich schön wenn Südafrika etwas für ihre eigentlich bisher schon gut ausgebaute Infrastruktur macht und neue Straßen baut bzw. bestehende erneuert. Aber WARUM ZUM GEIER machen sie z.B. 15 km(!) lang eine Baustelle, in der man 40km/h maximum fährt und alle 200 Meter nen ‚Speedbump‘ quer über der Straße verläuft. Na die Dinger, an denen man sich die Ölwanne abreißt und einem der Stoßdämpfer durch den Kotflügel schießt, wenn man mit mehr als 5 km/h drüberschleicht. Allein dieses kleine Geschenk der Verkehrbehörden hat uns ewig Zeit und vor allem aber Nerven gekostet. Besser sind aber noch die einspurigen Baustellen an denen man 20(!) Minuten wartet bevor der Convoi durchfahren darf. Grandios wenn man eigentlich nicht gerade soviel Zeit hat. Aber wir Deutschen haben die Uhr, die Südafrikaner die Zeit. Wir kamen also im Dunkeln in Durban an und konnten uns jetzt gerade noch zum KFC die Straße raus schleppen. Wir sind ziemlich fertig, wollen nur noch ins Bett und morgen wird es Zeit mal Urlaub zu machen. Freitag machen wir alles anders und besser!

Donnerstag 7.2.2013

Was haben wir uns am Morgen beim Frühstück noch Sorgen gemacht. Der Himmel bewölkt, Gewitter waren für den frühen Nachmittag angekündigt und wir wollten doch nur ein wenig am Strand sein. Unsere Ruhe haben. Seele baumeln lassen. Die letzten Tage waren anstrengend! Urlaub vom Urlaub halt.
Die Sonne blitzte schon etwas durch, es war warm und wir fuhren die 6 km zur Promenade zur UShaka Marine World. Eine riesen Pool, Wasserpark, SeaLife Anlage. Jens hat Geburtstag und er wollte rutschen. Den Wunsch erfüllten wir ihm natürlich. Außerdem soll es eines DER Highlights von Durban sein. Aufgrund des angekündigten schlechten Wetters war die Anzahl der Rutschenwärter bzw. Servicekräfte höher als der Gäste und wir konnten alles sofort ohne Wartezeit machen und es wurde noch besser: Die Wolken lösten sich bis zum Mittag komplett auf. Strahlendblauer Himmel, 30 Grad und nun am Abend einen Sonnenbrand der sich gewaschen hat! Wir haben den Tag genossen und bereiten uns jetzt schonmal auf die Krawallfahrt morgen vor. 900km nach Port Elizabeth!

Freitag 8.2.2013

Dauer: 11:44:03 | Durchschnittsgeschw.: 76,1 km/h | Max: 147,3 km/h | Distanz: 893,2km

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Es klingt an sich so einfach. Na dann fahren wir eben von Durban nach Port Elizabeth. Die 900 km. 7,5 Std bin ich da. Na geschissen! Man sollte annehmen, dass zwei ziemlich große Städte auch ordentlich erreichbar sind. So eine 8 Spurige Autobahn, Tunnel und gerne auch mit Maut. Wieder falsch! Wir haben heute so ziemlich alles erlebt. Wir sind um 5 Uhr schon aus Durban losgefahren um wenigstens im Hellen in P.E. anzukommen, denn in der Nacht, in einer fremden Großstadt, mit Linksverkehr zu landen ist definitiv kein Spaß! Zuerst ging auch alles schön gemächlich los. Unseren nichtvorhandenen Tempomaten auf 120 eingestellt (Also das Bein irgendwie verkeilt) und erstmal immer der Küste entlang auf einer der tollen Mautstraßen. Leider endete die schon nach gut einer Stunde und nun ging das Abenteuer los, denn es gibt keine direkte Verbindung zwischen den beiden Städten! Die restlichen 10(!!) Stunden reine Fahrzeit gingen für 800 km über Stock und Stein drauf. Wir haben alles gesehen. Esel, Kühe, Ziegen und schulklassenweise Leute auf der Fahrbahn. Fahrzeuge, die nichtmal die schwarze Umweltplakette verdient und, wenn wir nicht sofort auf Umluft gestellt hätten, unser Leben, durch den massiven und kontiunierlichen Schwall an pechschwarzen Abgasen, signifikant verkürzt hätten! Wir kamen durch so nette Städte wie Qumbu oder Mount Ayliff, in denen wir garantiert die einzigen Weißen waren und in denen es schlimmer zuging als in dem Film Black Hawk Down. Das absolute Chaos! Richtig bitter! Aber, und nun aufgepasst, am aller schlimmsten heute waren die kombiniert fast 100km Baustelle in denen der Verkehr entweder zweispurig per Detour geleitet wurde oder das alte Spielchen mit der Ampel (Expect 5-20 Min. Please be patient!) zu tragen kam. Ganz fies, und das passierte heute 2 Mal, ist aber die Kombination der beiden Möglichkeiten. Ziemlich entnervt und um einige interessante Erfahrungen und Eindrücke reicher kamen wir gegen 19 Uhr in P.E. an. Denn eines muss man schon sagen. Die Umgebungen hier sehen schon genial aus. Wir rasen ja hier förmlich durch Südafrika.  Wenn man deutlich mehr Zeit hätte, könnte man die Landschaft auch richtig genießen. Immoment also  leider nur durchs Seitenfenster….
Morgen sind wir dann hier im Addo Elephant Park und dann gibt es auch wieder mehr Fotos. Die Straßen sehen doch fast immer gleich aus und wenns brenzlich wird und man sich generell schon unwohl fühlt, lässt die Kamera doch lieber im Fussraum…

Samstag 9.2.2013

Dauer: 6:37:40 | Durchschnittsgeschw.: 34,2 km/h | Max: 122 km/h | Distanz: 226,4km

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Heute ging es erneut ziemlich früh raus. Urlaub sieht ja doch anders aus mag man sich denken, aber je früher man unterwegs ist, umso mehr Tiere sieht man. Richtig Urlaub wird’s dann ab nächster Woche.
Um 7 Uhr öffnete das Haupttor des Addo National Parks in Port Elizabeth. Die Unterkunft hier (übrigens ein eigenes Haus für uns), haben wir extra so ausgesucht, dass wir nicht quer durch die Stadt müssen. Sie liegt also schön vor der Stadt und nach einer guten halben Stunde Fahrt standen wir auch schon an der Rezeption um uns anzumelden. Für die Kenner unter euch: Das Backpacker ‚Orange Elephant‘ von der Tour Anfang 2012 wurde nun grau gestrichen. Es sieht nun deulich einladender aus, als es die rosa Scheune damals war!
Der Addo ist zwar deutlich kleiner als der Krüger National Park aber nicht weniger interessant. Die Massenansammlungen der zahlreichen Elefanten an den Wasserlöchern sind wirklich genial. Dazu gab es dann auch noch Sichtungen von Straußen, Büffel, Zebras, Kudus, Schakalen, Warzenscheinen, Schildkröten etc. aber leider haben wir heute keine Großkatzen gesehen. Also leider keine Big Five für 2013. Aber für die kurze Zeit die wir hatten waren wir schon extrem glücklich. Dazu war das Wetter absolut perfekt. Fast schon zu gut, denn langsam brennt es wirklich auf der Haut.

Sonntag 10.2.2013

Dauer: 3:02:33 | Durchschnittsgeschw.: 86,5 km/h | Max: 121,4 km/h | Distanz: 263,1km

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Ich kann euch heute wieder was erzählen. Denn um 2:30 Uhr stand ich senkrecht im Bett als auf einmal ein schriller Alarmton durchs Haus schallte. Wir dachten schon Gottweißwas und dabei war es die Klingel. Ich geh also runter, mache das Tor auf und dann steht dort auf einmal eine Maximalpigmentierte Dame und wollte in unserem Haus (In dem nur wir 5 waren) jemanden besuchen. Ich ihr dann erklärt, dass dort garantiert keiner ist den sie kennt und dann wollte sie dass ich ihr nen Taxi rufe. Ähm nein! Ok, dann sollte ich ihr Geld fürs Taxi geben?! Ich hab sie freundlich gebeten das Grundstück zu verlassen und das große Tor geschlossen. Und wie ich heute morgen erfahren hab war der ‚Wächter‘ schon seit 3 Uhr bei uns aufm Hof um genau sowas zu verhindern.
Na gut. Der Wecker ging dann um 5:15 Uhr, weil wir rechtzeitig im TsiTsiKamma Nationalpark sein mussten. Wir liefen dort dann zuerst vollzählig, dann doch zu zweit den Waterfall Trail und machten uns dann gegen Mittag auf den Weg zur Bloukrans Brücke! Diesmal waren wir so schlau uns Ticket für den Sprung vorzubestellen. Statt 5 sprangen aber leider nur 4 Leute aber die Stimmung dort oben war mal wieder genial.

Leider war heute Abend das Wetter nicht so schön, so dass wir nicht in Keurboomstrand essen gehen konnten. Und nun sind wir in dem Örtchen Plettenberg Bay. Morgen gehts  dann weiter auf der Garden Route bis nach Kapstadt.

Montag 11.2.2013

Dauer: 6:07:50 | Durchschnittsgeschw.: 85 km/h | Max: 122,3 km/h | Distanz: 521,1km

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Nach 8 Tagen, 7600 km, 5700 ZAR für Benzin und 17 Dosen Pringels Sour Creme sind wir heute Abend in Kapstadt angekommen. In Plettenberg Bay konnten wir erst noch in Ruhe draußen frühstücken bevor wir losfuhren. Heute ist der letzte Tag an dem wir eine größere Strecke hinter uns bringen mussten. Es war strahlend blauer Himmel als wir uns daran machten die weltbekannte Garden Route Richtung Kapstadt zu fahren. Wir machten zuerst Station in Wilderness. Ein traumhafter Strand dort! Danach ging es weiter, plötzlich zogen Gewitterwolken auf und wir saßen alsbald in einem Wolkenbruch. Die geplanten Stationen in Knysna oder MosselBay mussten wir leider links liegen lassen. Kap Aghulas (der wirkliche, südlichste Punkt des afrikanischen Kontinent hätte uns nochmal 220km aufgebürdet, so dass wir auch dort an der Ausfahrt vorbei fuhren und uns dann direkt auf den Weg nach Kapstadt machten. Wir kamen hier bei perfekten Wetter an. Blauer Himmel und Sonne, der Tafelberg mit weißen Puderzucker Wolken bedeckt. Wir checkten in unserem Apartment ein (übrigends DER Hammer in puncto Ausstattung, Lage und Ausblick) und fuhren africanstyle zu 6t in nem abgefuckten Privattaxi (wohl ein Bekannter unseren Vermieters) für den Abend runter zur V&A Waterfront zum Abendessen… Wenn das Wetter passt, geht es morgen dann auf den Tafelberg.

Dienstag 12.2.2013

Wenn dir schon ein Südafrikaner sagt das es heute ganz schön warm war, dann war es das auch! Auf dem Tafelberg muss man einfach mal gewesen sein und das geht eben nur an einem klaren Tag. Heute war es perfekt dafür und nach dem Frühstück im Obzcafe und einem gewohnt genialen Milkshake im neu eröffneten Mimis Cafe fuhren wir rauf zur Seilbahn. Na gut, eher haben wir den erstbesten Parkplatz genommen und fuhren dann mit dem Taxi die restlichen km hoch. Denn es ist immer ein absolutes Chaos dort. Hunderte von Autos parken am Rand der Straße, die sich serpentinenartig den Berg hochschlängelt, und dazu gesellen sich noch die unzähligen Reisebusse. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die wir in der Schlange für die Tickets warten mussten, ging es hoch. Es ist immer wieder ein gigantischer Anblick von dort oben.
Bei der Sonne allerdings konnten wir wirklich nicht allzulange oben rumlaufen. Es war einfach zu krass. Wir hätten uns, wie in Durban, wieder richtig verbrannt. Wir fuhren also nach ein paar Stunden und Schichten von Sonnencreme wieder runter und in unser Appartment um dann abends wieder per Taxi zur V&A Waterfront zu fahren. Einfach toll da, sicher und dort findet jeder was er gerne essen mag.

Mittwoch 13.2.2013

Dauer: 4:28:41 | Durchschnittsgeschw.: 40,5 km/h | Max: 152,7 km/h | Distanz: 128,2km

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Der letzte Tag an dem wir nach inzwischen fast 4000 km etwas weiter fahren mussten und wir haben uns in einem Rutsch die typischen Touristendinger vorgenommen. Zuerst ging es in den Stadteil Table View. Normalerweise hat man von hier aus einen wunderbaren Blick auf Kapstadt, aber leider gab es eine gewaltige Nebelwand die sich im Hafenbecken festsetzte. Wir frühstückten also erstmal im News Cafe richtig gut und machten uns dann auf den Weg. Zuerst in die Hout Bay und damit auf den Cheapmans Peak Drive. Eine geniale Küstenstraße mit einer unglaublichen Aussicht und dann direkt nebenan zum Noordhoek Beach. Es wurde tierisch warm und wir gönnten uns erstmal einen McFlurry bevor wir zum Boulders Beach in Simons Town fuhren. Jab, genau der mit den Pinguinen. Und wieviele Japaner bzw. Chinesen uns quasi seit gestern folgen. Das ist unglaublich. Erkennen kann man die übrigends ganz einfach an der Rudelbildung, ein verstörendes Ooooohhhhh und Ahhhhhh, Sonnenschirme und entweder machen sie Bilder mit iPads oder haben eine Kameraausrüstung für ca 20000€ dabei. Quasi nebenan ist das Kap der guten Hoffnung. Wir fuhren ohne Umwege bis vor das berühmte Schild, machten es den Japaner nach (also eben 7 Bilder geschossen) und es ging auf halbwegs direktem Weg wieder zurück nach Kapstadt. Halbwegs, weil es einen respektablen Verkehrstau gab aber wir den relativ einfach umfahren konnten. iPad und Internet sei Dank! Heute Abend sind wir eben noch nach Woodstock runtergelaufen und haben uns lecker Pasta und Knoblauchbrot geholt. Für ca. 14,50€. Jetzt gibts Wassermelone, Jägermeister RedBull und Champions League. Einen schönen Abend euch noch!

Donnerstag 14.2.2013

Da hört man mal auf den Wetterbericht, der sagte, dass es heute regnen soll und fährt in den Canal Walk, ein riiiiesiges Einkaufszentrum hier in Kapstadt. Und was passiert? Wieder mal das schönste Wetter. Wir hatten wieder ein geniales Frühstück bei Mug & Beans (StarBucks Pendant hier unten) und liefen dann da mal durch. Unglaublich oft sogar, denn der Grundriss ist ziemlich verwirrend.
Wir sind dann kurz nach Hause um uns umzuziehen und die Einkäufe wegzubringen. Heute ist ja Valentinstag und es muss hier noch was anderes sein, denn es waren manche Hauptstrassen abgesperrt, unglaublich viel Polizeipräsenz, Flugformationen von Weltkriegsflugzeugen, die über die Stadt flogen und Paraden. Ehrlich gesagt war uns es wirklich Recht, dass hier so viel los war, denn wir mussten zum Extrablatt laufen und das einmal durch die Stadt. Es war kein Taxi zu bekommen. Blöder Valentinstag! Zu allem Überfluss hat uns unser toller Taxifahrer, den ich mit Navigon den Weg zu unserem Appartment zeigen musste, mal locker um 70Rand betrogen. Macht der Penner das Taxameter einfach während der Fahrt aus und sagt dann einen Fantasiebetrag. Als wenn wir das nicht merken würden. Aber was willst du machen, wenn er schon deine Adresse kennt… Morgen geht es dann ans Souvenirshoppen auf den Green Market Square und dann auf die Long Street.

Ich hatte die Kamera zwar mit, aber einfach keine Lust drauf. Darum hier nur ein paar vom iPhone.

Freitag 15.2.2013

Dauer: 3:29:35 | Durchschnittsgeschw.: 7,1 km/h | Max: 81,7 km/h | Distanz: 24,8km

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Heute ist unser letzter Tag hier in Südafrika und wir haben uns einfach mal keinen Streß gemacht. Gefrühstückt wurde wieder im super leckeren Obzcafe und haben dort im Innenhof gesessen. Einfach immer wieder toll dort. Vom ObzCafe aus ging es dann per Taxi zum Green Market Square. Ein Platz hier auf dem der übliche Touristenquatsch verkauft wird. Und jab, es hat seine Abnehmer gefunden. Danach ging es an der Long Street entlang zu dem kleinen Souvenirladen aus 2012 und durch die Fußgängerzone Fotoliefen wir dann zur V&A Waterfront. Es ist das erste Mal gewesen, dass wir bei Tageslicht dort waren. Leider ist es irgendwie zu früh zum Abendessen gewesen und Zeit vertrödeln wollen wir auch nicht bis es dann soweit ist. Also haben wir uns etwas mitgenommen, dass wir dann heute Abend während des Packens in unserem Appartment essen können. Dazu muss ja auch noch der Kühlschrank leer! Mitgenommen wird nichts!

 

ZUSAMMENFASSUNG

Dauer: 67:54:41 | Durchschnittsgeschw.: 57,7 km/h | Max: 156,6 km/h | Distanz: 4036km

SA11

Hier mal eine kleine Statistik:
21 Dosen Pringles Sour Cream, 1,5 Wassermelonen, 3 Flaschen Jaegermeister, 18 Dosen (473ml) Redbull und 20 Mc Flurry wurden gekauft,
4036 km Fahrstrecke pro Fahrzeug zurückgelegt,
14 Mal getankt,
67 Std 54 Min und 41 Sek reine Fahrzeit, die längste Etappe war 11 Std 44 Min und 03 Sekunden,
31964 Höhenmeter haben wir erfahren,
5732 MB Traffic über 3G verbraucht,
200 Bilder auf dem Blog hochgeladen
und 7 Nationalparks besucht.

Ich will mich hier auch bei allen bedanken die unseren kleinen Trip verfolgt haben. Fast 1000 Zugriffe lassen doch darauf schließen dass es so schlecht nicht war was ich hier zusammengebaut habe. Danke von uns allen! Uns hats Spaß gemacht!

 

INSTAGRAMBILDER

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SONSTIGES was vor dem Urlaub passierte:

25.1.2013: Immoment kommen leider quasi täglich neue Hiobsbotschaften rein. Seien es die nach 2000 schlimmsten Überschwemmungen im Krüger Nationalpark (Bilder hier), die seit einer Woche quasi alles lahm legen und es uns wohl leider unmöglich machen werden dort so wie früher über Schotterstraßen herumzufahren und stundenlang kein anderes Auto zu sehen. Denn laut der offiziellen Seite der Nationalparkverwaltung sind leider 90% aller Schotterstraßen und 60% aller Camps und Einrichtungen gesperrt bzw. unerreichbar (SANParks Flood Update). Täglich gibt es Statusupdates bezüglich der Aufräumarbeiten aber es scheint, dass teilweise Straßen oder Brücken komplett zerstört sind. Wir hoffen einfach das beste (auch wenn neue Regenfälle angekündigt sind) denn es sind noch 10 Tage bis wir am Tor stehen und reinfahren. Wir sind aber froh, dass wir noch zusätzlich zum Addo Elephant Park fahren! Unser zweites Problem sind die momentanen Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen. Hamburg war schon, Düsseldorf und Köln diese Woche, also vielleicht Frankfurt nächste Woche? Das einzig gute ist, dass wir, wenn wir in Düsseldorf ins Flugzeug nach Frankfurt kommen, eben nicht mehr dort durch die Sicherheitskontrolle müssen. Sind ja schon im Transitbereich und müssten nur noch durch die Passkontrolle.

30.1.2013: Die Tage bis es los geht kann man jetzt schon an einer Hand abzählen und man geht im Kopf die letzten Besorgungen durch, macht Kopien der Pässe, legt schonmal Zeug zusammen, geht die Route nochmal durch und ergänzt was noch fehlt. Die Gründe der Sorgen haben sich fast schon wieder in Luft aufgelöst. ver.di streikt erstmal nicht wieder an einem Flughafen in NRW und SANParks gibt immer mehr Straßen (zumindest in dem Gebiet, dass und am meisten interessiert) wieder frei. Bis Montagmorgen sind es ja noch ein paar Tage und wir drücken die Daumen, dass bis dahin noch möglichst viele weitere gravelroads freigegeben werden!

5 Comments

  1. minckitz ilona

    He bringt mir Tigerlilli gesund wieder nach Hause und sie soll die Handtasche nicht vergessen.Bilder sind wie immer cool B-)

  2. ilona minckwitz

    Elefanten ,Elefanten und Tasche ,hoffe ihr bekommt nicht mehr soviel Regen .Angst vor Gewitter hat auf jedenfall Eine :-D

  3. ilona minckwitz

    Es ist ebenfalls ein echtes Urlaubsabenteuer und keine langweilige Reise .Kommt nur gesund wieder zurück.Solches Abenteuer bleibt lang in der Erinnerung L.G an AlleB-)

  4. ilona minckwitz

    Heute schaut auch bei uns die Sonne mit 0℃vom Himmel.Ich sehe das Abenteuer geht weiter und Mama kann uns viel berichten.Wünsch euch noch viel Spass

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