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Malcesina/Riva del Garda – Juni 2012

Mit dem Cabrio und den Rädern im Sommer in Italien! Was gibt es besseres?

Sehr kurzfristig und spontan ging es an die Buchung. Mit Glück und dem Charme von Simon haben wir wieder eine wunderschöne Suite, mit dem grandiosem Ausblick über Riva und dem Gardasee, in unserem letztjährigen Hotel, dem Acetaia del Balsamico, zum Preis eines Doppelzimmers bekommen. Aber erst ab Dienstag. Da wir aber schon Sonntags ankommen wollten hatten wir ein Problem. Also mussten wir bis dahin in einem anderen Hotel absteigen…

17.6.2012
Fangen wir vorne an. Wir fuhren Samstagnachts gegen 2Uhr in Borken im Regen los. Das Navi zeigte uns 1060km an und wir freuten uns auf einen gepflegten Männerroadtrip. Anhalten nur zum tanken und essen! Die Autobahnen waren in der Nacht so leer, dass wir den Tempomat auf 110 km/h einstellten und einfach ca. 6 Std lang in die Nacht fuhren ehe wir in Nürnberg-Feucht unseren obligatorischen Long Chili Cheese aus dem Burger King der Raststätte frühstücken wollten. Die haben allerdings einfach die Öffnungszeiten von 8Uhr auf 10 Uhr verlegt so dass es ein äußerst leckeres Raststätten Frühstück gab. War das ätzend! Eher enttäuscht ging es Richtung München und das Thermometer kletterte auch mal von 8°C auf 12°C! Kurz vor der Grenze noch einmal vollgetankt, die Plakette für Österreich und schnell eine Warnweste eingepackt, und ab in die Berge. Gegen Mittag kurz vor Innsbruck ereilte uns dann der kleine Hunger so dass das Zwischenziel McDonalds angepeilt wurde ehe wir dann über den Brenner nach Italien fuhren. Oben ohne, denn war das heeeeiiiß! Vor der Grenze waren es schon lockere 25°C, aber in Italien klettere es auf über 30°C! So soll Sommer sein!

Das Bordeigene Navi kannte die Straße des Hotels nicht, so dass wir uns _malwieder_ auf Googlemaps verlassen mussten. Es war eine wilde Kurverei ehe wir endlich, hoch oben am Berg gelegen, unser Hotel erreichten. Der Besitzer kam schon direkt auf uns zu, war supernett und ließ uns unsere 3 Räder in einem Raum neben seinem Büro einschließen. Wir waren richtig platt als wir am Nachmittag ankamen. Für den Tag war an sich nichts mehr geplant, nur abends lief das 3te Gruppenspiel von Deutschland der EM das wir gerne sehen wollten. Wir bestellten unser Abendessen in dem Hotel für 19 Uhr, setzen uns wieder ins Auto und fuhren die 20 km bis zum Gardasee und dann weitere 20 km bis zur Seilbahn in Malcesine um die Abfahrtszeiten für MTBs in Erfahrung zu bringen. Leider konnte man die Tickets nicht im vorraus kaufen. Also suchten wir nach einem Parkplatz auf dem wir dann am nächsten Morgen das Auto den Tag über sicher abstellen können, kauften an einer Strandbar ein Paket Heineken und fuhren zurück ins Hotel.
Alle in Italien habens drauf zu kochen! Es war einfach nur lecker und dazu die Aussicht von der Terasse. Wir vom platten Land sind sowas einfach nicht gewöhnt! Wir hatten in dem Zimmer leider keinen Kühlschrank, die Heineken hatten gefühlte 27°C und das Fussballspiel guckten wir auf nem 15″ TV mit italienischem Kommentar. Die Deutschlandfahne hing zwar im Fenster, aber es half alles nichts, dass man während der 60ten Minute einfach einschlief und das Ergebnis erst beim Frühstück erfuhr.

Dauer: 13:27:03 | Durchschnittsgeschw.: 79,7 km/h | Max: 124,5 km/h | Distanz: 1071km

 

18.6.2012

Lange schlafen war heute nicht. Anziehen, frühstücken, Räder auf auf den Heckträger und ab zur Seilbahn nach Malcesine. Im Parkhaus fanden wir einen Platz auf dem unser Heckträger andere nicht stören sollte und rollten dann zum Ticketschalter. Anschließend rollten wir runter zum Spar, kauften reichlich Wasser und fuhren zurück, also plötzlich Menschenmassen vor dem Gebäude warteten. Wir hatten richtig schwein, denn wir hatten nur noch 5 Min ehe die Gondel für MTBs an der Reihe war. Interessant ist es, dass egal wie voll der Laden mit Leuten ist die auf den Berg wollen, in der MTB Gondel fahren auch nur Leute die MTBs dabeihaben! So standen 60 Leute vor der Toren, quetschen sich mit 40 Leuten in eine Gondel und wir zwei beide hatten eine völlig für uns alleine! Die Gesichter der notorisch genervten Rentner sprachen Bände!

Wir hatten uns eine gemütliche 900hm Route rausgesucht und versuchten diese per GPS nachzufahren, was erstaunlich gut und genau funktionierte! Die Aussicht war richtig genial. Es gab zwar Stellen an denen man schieben musste oder die Räder einfach über den Zaun hob, aber alles in allem war es für die erste Tour richtig gut! Die 35°C und der Sturz sind schnell vergessen wenn man die Füße später im See zur Ruhe kommen lassen kann und einfach genießt wo man gerade ist! Wir waren gegen Nachmittag wieder auf dem Rückweg, duschen und fuhren dann runter nach Torbole um zu fragen wie es mit einer geführten Tour vom Tremalzo aussieht. Dann gings zurück und haben den Abend mit Essen, Bier und Top Gear auf der Terasse ausklingen lassen.

Dauer: 4:07:07 | Durchschnittsgeschw.: 13,2 km/h | Max: 71,7 km/h | Distanz: 54,6km

19.6.2012

Wir konnten ausschlafen, denn heute checkten wir in dem einen Hotel nur aus, im Acetaia del Balsamico ein und fuhren mitsamt der XC Räder zu einem Parkhaus in Riva direkt am Hafen. Dort beginnt direkt die Ponale und wir ersparen uns die 250hm zurück zum Hotel. Wenn wir schon den Luxus haben, können wir den doch auch nutzen, nicht wahr?

Die Ponale ist eine alte Militärstraße und es macht einfach Spaß sie zu fahren, denn oben angekommen kann man sich immer auf eine eiskalte Cola und richtig fettige, super leckere Pasta freuen! Mir ging die Auffahrt nicht ganz so leicht von den Rippen, aber ich kam an! Hauptsache! Die Abfahrt macht aber einfach umso mehr Spaß. Man kann auch mal über den Rand des Weges gucken und sieht diese atemberaubende Aussicht! Für die 1,5 Std quälerei nach oben stehen die 15 Minuten Abfahrt in keinem Verhältnis, aber es macht einfach Laune! Es ging danach zurück ins Hotel, den Whirlpool ausgiebig genossen und anschließend nach Torbole um uns wegen der geführten Tour schlau zu machen. Als die gebucht war ab ggü. in die Pizzeria und eins dieser Wagenräder als Abendessen verdrückt.

Dauer: 1:23:55 | Durchschnittsgeschw.: 10,1 km/h | Max: 43,6 km/h | Distanz: 14,2km

20.6.2012

Relativ früh fuhren wir heute runter nach Torbole. Um 9 Uhr ging unser Bike Shuttle auf den Tremalzo rauf. Endlich das FRX mal ausfahren. Bammel hatten wir allerdings als die beiden Guides die wir dabei hatten (einer der beiden saß allerdings noch nie auf nem MTB, schlug sich aber durch Mut oder absoluten Irrsinn erstaunlich gut) mit Protektoren ohne Ende bewaffnet waren. Wir hatten unsere im Gepäck, da wir dachten wir würden die ‚einfache‘ Tour fahren. Wir wollten doch nicht drauf gehen. Nur Spaß haben! Die Gesangsperformance des Fahrers des Shuttles und der beiden Guide unterhielt den Bus die ganze Fahrt über und anch ca einer Stunde waren wir auch 1600m. Die letzten 200hm mussten man allerdings auf übelstem Schotter fahrend oder schiebend zurücklegen. Ich war nur immer heilfroh unseren Anfängerguide hinter mir zu lassen. Er stellte sich echt als Bremse raus. Simon und ich hatten richtig Laune mit vollpin die Serpentinen runterzuheizen. Mussten allerdings dann alle paar Minuten auf unser Guidepackage warten. Nach einer Stärkung an einer Berghütte ging es weiter durch den Wald und damit begann der richtige Spaß! Unser Guide kannte eine gute Abkürzung bei der wir das Rad eben 100m eine Wiese raufschoben und dann kamen fast nur richtig interessante, angsteinflößende Passagen, wo man halbwegs mit Technik  agieren musste. Aber das war um soviele Längen besser als das stumpfe runterrollen 2011! Es kam richtig Adrenalin auf und machte einfach nur Laune! Zurück nach Riva bzw nach Torbole, wo das Auto stand, ging es dann über Pregasina und die Ponale…

Dauer: 2:21:25 | Durchschnittsgeschw.: 13 km/h | Max: 43,2 km/h | Distanz: 30,7 km

21.6.2012

Die absolute Horrortour 2011 war die zum Malga Grassi! Da kam richtig Hass auf! Trotzdem kann man den Urlaub aber nicht vertrödeln, also sattelten wir auf und fuhren direkt von unserem Hotel aus durch die Weinberge. Wenn man nur zu zweit und nicht in einer geführten Gruppe unterwegs ist, kommt vielelicht nicht so ein Druck auf, aber ich habs mir um Längen schlimmer vorgestellt als es dann letztendlich war. Natürlich ist man absolut ausgepowert. Verflucht alles und jeden um sich herum aber man zieht es trotzdem durch!

Nach der obligatorischen Stärkung oben an der Hütte folgt zuerst die Abfahrt durch das Flussbett, dass deutlich besser gepflegt war als noch im Jahr zuvor und dann die mit Abstand unsinnigste Höhenmeterverbrennung der Welt! Stumpfes Brembelagschleifen auf Betonplatten bis runter nach Riva! Wir mussten anschließend nur noch 250hm zum Hotel hoch und dann gab es 2 Std Whirlpoolaction für die Knochen! Abends fuhren wir noch am See entlang Richtung Lemone für unser Abendessen, was leider nicht überzeugen konnte. Riva bzw Torbole sind da einfach um Längen schöner!

Dauer: 3:19:45 | Durchschnittsgeschw.: 9 km/h | Max: 47,3 km/h | Distanz: 29,9km

22.6.2012

Unser letzter Tag am Gardasee und unsere Neugierde trieb uns dazu uns ins Auto zu setzen, Verdeck runter zu machen und einmal um den See zu fahren. Zuerst ging es in die Berge. Mal gucken was da so los ist und dann von Riva aus entlang des Sees richtung Süden. Als wir auf eine Schnellstraße kamen sahen wir auf dem ANvi den Idrosee nicht weit entfernt. Luftlinie! Wir gurkten fasst eine Stunde lang rum ehe wir in diesem völlig verschlafenen Nest ein paar minuten die Füße ins Wasser hielten. Ein wenig angenervt ging es zurück zum Gardasee und dann Richtung Süden. Dort wurde alles immer flacher und es erinnerte nichts mehr an dieses Sportparadies. Hier unten war es endlangweilig! Und wir hatten Hunger! Wären wir doch nur nochmal mit dem BikeShuttle auf den Tremalzo gefahren! Nutzte aber leider nichts, denn wir mussten die 100km ja irgendwie wieder zurück. Wir hielten es bis Torbole aus, aber waren verbrannt, müde, hungrig und richtig mies gelaunt! Nach der Pizza änderte sich zumindest eine Sache zum guten und es ging sofort richtung Hotel. Abends spielte Deutschland im Viertelfinale gegn Griechenland und durch einen Tip wussten wir, dass man das sehr gut in Torbole gucken kann. Wir fuhren also abends wieder zurück, fanden in einer Gasse eine kleine Bar die eine Art Public Viewing improvisiert hatte und guckten mit ca 50 Personen den Sieg :D Sehr zum Unmut der anwesenden Italiener!

Dauer: 5:19:20 | Durchschnittsgeschw.: 46km/h | Max: 119,4 km/h | Distanz: 245km

23.6.2012

Und vorbei ist es schon wieder! Wir sind einigermaßen früh raus, weil um 20 Uhr Kegeln anstand und versuchten alles um es bis dahin nach Hause zu schaffen. 3 Stunden Stau rings um München und in Bayern amchten aber alle verzweifelten Versuche zu nichte und wir waren erst um 22 Uhr da um danach richtig zu feiern!

Dauer: 13:06:12 | Durchschnittsgeschw.: 83,1 km/h | Max: 162,2 km/h | Distanz: 1089km

 

Ein paar Bilder:

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