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Südafrika – Dezember 2010

Relativ unverhofft bin ich dazu gekommen mit Eli und Chris nach Südafrika zu fliegen. Eher aus einer Laune heraus hat mich Eli einige Wochen vorher per FB angeschrieben ob ich nicht Lust hätte mit denen runter zu fliegen. Spontan ohne mich näher dazu befassen hab ich zugesagt und den Flug gebucht. Evelyn sollte das Quartett eigentlich vollmachen. Auf der Zugfahrt, einen Tag vor dem Abflug in Frankfurt, nach Essen sagte sie leider kranheitsbedingt ab. Also bin ich dann alleine mitm ICE nach Würzburg gefahren (Randbemerkung: WLAN klappte nicht, obwohl ichs gebucht hatte!!) um dann Chris auch auf dem Weihnachtsmarkt kennenzulernen. T-Shirt und ne dünne Regenjacke reichten bei weitem nicht um bei den Temperaturen halbwegs warm zu bleiben! Ich hab halt für den Südafrikansichen Sommer, und nicht für den arktischen Winter in Deutschland gepackt! Was an dem Abend folgte war noch das Packchaos bei Eli per se zu verfolgen und dann früh ins Bett zu gehen. Es war in dem Dezember wirklich mieses Wetter und wir planten für die Fahrt von Würzburg zum Frankfurter Flughafen lockere 3 Std ein.
Da ich seperat gebucht hatte, saßen wir drei nicht zusammen, so versüsste mir ein russischer Ingenieursprofessor, der in Indien lehrt, aber komischerweise Brocken deutsch spricht den Flug. Als wir dann nach 24 Std in Johannesburg landeten nahmen wir unseren Mietwagen (neuer VW Polo) in Empfang und draußen goss es wie aus Eimern! In Johannesburg sollten wir erstmals einkaufen und dann unsere Campingausrüstung in Empfang nehmen, um dann in einem Hostel kurz vor dem Krüger Nationalpark zu übernachten. Der etwas kaputte Russe, der das Hostel betrieb, erzählte uns, dass kurzfristig Polizisten mit ihren Hunden hier übernachten würden und wir deswegen das Glück hätten, statt mit ihnen das Mehrbettzimmer zu teilen, die Deluxe Edition in Form einer eigenen Hütte mit Dusche etc.pp. bekommen würden. Abends gingen wir noch im Ort etwas essen und der Polo musste direkt leiden als Chris entspannt, in einer Senke auf der Auffahrt zum Parkplatz, den Lack der vorderen Stoßstange professionell entfernte! Später in dem Hostel trafen wir noch auf die Polizisten, die noch am Grill saßen, und wir unterhielten uns noch mit denen. Aber nicht allzulang, denn am nächsten Morgen mussten wir noch vor Sonnenaufgang vor der Einfahrt des Krüger Nationalparks sein um nicht ewig auf die Durchfahrt warten zu müssen.
Der Krüger National Park ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und definitiv eine Reise wert! Schon kurz nach der Einfahrt sah man Zebras, riesige Schnecken, Gnus, Wilderbeasts etc. Für mich wars total surreal solche Tiere in „freier“ Natur zu sehen. Zum Abend hin fuhren wir in eines der Hauptcamps des Parks und suchten uns einen noch freien Platz für unser geliehenes Zelt. Nach dem Aufbau schnell noch etwas auf dem Grill, der zu jedem Platz gehört, zu essen gemacht und einfach nur noch in unser „Bett“ gefallen. Das bestand leider nicht aus einen Kingsizebett, sondern aus einer Isomatte, der geklauten Decke von Emirates und einem zusammengeknüllten Pullover als Kopfkissen! Dazu musste man wegen der möglichen Malariagefahr sich mit einer dermaßen ekeligen Salbe einschmieren und lange Klamotten tragen! Die Nächte waren kurz, denn noch vor Sonnenaufgang wollten wir mit dem Wagen wieder in dem Park unterwegs sein. 4 Tage lang fuhren wir also dort herum und trafen auf Giraffen, Elephanten, Affen, ja sogar auf Tiger und Leoparden. Sicherlich werden wir unser Zusammentreffen mit der Hyänenfamilie, wovon eine fast in unseren Reifen gebissen hat oder den kleinen Affen, der mit der südafrikanischen Flagge gespielt hat, nicht mehr vergessen. Neben solchen Sachen waren unsere Nachbarn ebenfalls superlieb und haben uns mit allem ausgeholfen was wir brauchten. Zum Beispiel ein Verlängerungskabel um unsere Akkus im Zelt aufladen zu können, Sitzgelengenheiten, der sehr eigenwillige Reperaturversuch des Reissverschlusses vom Zelt mittels Draht oder sogar ein netter Filmabend. Übrigends superlustig: Schuks Tshabalala’s Survival Guide to South Africa!

Nach vier Tagen im Park fuhren wir also weiter. Zuerst wieder Richtung Johannesburg,(um das ganze Campingzeug wieder abzugeben) wo wir am Abend erst am Pool aßen und dann dort eine Nacht verbrachten. Da die FussballWM gerade mal ein paar Monate her war nahmen wir auch all die WM Stadien auf der Strecke mit.
Wir fuhren also über den Alberts Pass nach Uniondale und am nächsten Morgen zum Tsitsikamma National Park und dann zur Bloukrans Brücke. Mit etwas Social engeneering und flunkern haben Chris und ich noch einen Platz in der letzten Truppe für den höchsten Bungeesprung der Welt bekommen und sind dann nach einem genialen Essen am Strand zum Hostel zurück an der Bloukransbrücke gefahren.
An nächsten Morgen gings dann also weiter auf der GardenRoute Richtung Kapstadt. Die Strände sind ein Traum, aber man merkt, dass es sehr viel touristischer wird. Wir haben zudem die Frau des Gründers von South African Airlines besucht und Abends am 23ten. Dezember kamen wir dann bei Lynett in Kapstadt an und machten es uns draußen mit Pizza und Wein gemütlich.
Da ich schon am 29ten zurückfliegen musste wurden in den nächsten 5 Tage alle wichtigen Sehnswürdigkeiten, wie das Kap der guten Hoffnung, der Tafelberg oder die VA Waterfront angelaufen. Dort haben wir im Kino noch R.E.D. gesehen und Popcorn mit Käsepulver gehabt. Eins der Highlights für mich waren definitiv das ObzCafe oder der Markt in Kapstadt selber.
Dazu gesellte sich das das Einkaufen in der riiiiieeesigen Mall an Weihnachten und das Grillen am Abend. An Weihnachten draußen zu sitzen und um 23 Uhr nochmal in den Pool zu springen! Das ist einfach Luxus!

Ich habe bestimmt sooviel vergessen. Wie den hässlichsten Weihnachtsbaum der Welt, für uns Europäer riesige Insekten, das beste Bier der Welt am Wasserfall auf dem OttersTrail im Tsitsikamma NP, das Problem mit dem Polo im Krüger NP, als wir festsaßen und es sich nicht gesund anhörte als der Unterboden mehrfach aufsetze, oder der Backpacker in Uniondale!

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei aber ich komme wieder! Es lohnt sich! Zeit für die Bilder:

One Comment

  1. Eli

    Das mit dem Auto aufsetzen am ersten Abend war nicht ich – das war Chris!!!! ;) Ich war nur diejenige die es im Kruegerpark festgefahren hat ;)