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Heiligenblut 2006

Die erste/r Tour/Urlaub unseres Kegelclubs. Uns was für eine. Nach kleiner Planungsphase (Gab es da eigentlich irgendwas? :), trafen wir uns, wie immer eigentlich, abends bei Ivan um erst mal eine Grundlage zu schaffen. Grob ging es über Ostern nach Österreich zum Snowboarden. Wir fuhren also mit 7 Leuten, dem Gepäck, Schneeketten und einer Kühltruhe die den Platz auf der Rückbank empfindlich einschränkte, endlich gegen 22 Uhr mit einem Fiat Punto und Golf 3 in Borken los. So spät erst, weil wir Finch erst noch überreden mussten seine Gitarre gegen die Schneeketten die bei ihm zuhause lagen einzutauschen. Im nachhinein eine lustige Anekdote. Damals aber war uns nicht wirklich zum lachen zumute.

Man fuhr gen Süden. Unsere Bordverpflegung und das einzige was wir im voraus besorgt hatten, bestand aus Energyriegeln mit Erdbeergeschmack, Bifi, Carazza (die ich nach 6 Jahren immer noch nicht wieder mag!) und blauem Powerade. Zum Glück gab Ivan uns noch eine Palette Kakao für den Weg mit. Der obligatorische Stopp an der Raststätte Nürnberg Feucht fand irgendwann in der Nacht statt und zum Morgengrauen erreichten wir die österreichische Grenze. Um uns die Maut zu sparen ging es von dort aus über Landstraßen Richtung Heiligenblut.

Am frühen Mittag waren wir dann da und konnten in die Ferienwohnung. Erst mal die  Xbox auspacken und dann raus. Wir Landeier dachten wir fahren in den Winter. Allerdings war es hier unten im Tal annähernd 20° warm, so dass man gemütlich im T-Shirt rumlaufen konnte. Schönes Städtchen und wir erkundeten dann mal den Idiotenhügel. Ein flache Wiese, die beschneit wurde um den Kindern der Skischule und uns natürlich als Anlaufstelle für erste Gehversuche mit den Snowboards zu dienen. Ambitioniert wie wir sind, ging es in den nächsten Skiverleih und haben uns direkt für die 3 Tage 7 mal das komplette Programm ausgeliehen. Dazu dann den Skipass über dieselbe Laufzeit und mal hoch da. Kann schon nicht so schwer sein. Die leichte Abfahrt an der Mittelstation war leider gesperrt, also mussten wir ja nach ganz oben und haben uns von dort 200m abseits verzogen und mal ausprobiert wie man das so macht. Bei manchen klappte es, bei manchen eher weniger und bei anderen gar nicht. Ein Snowboard machte sich selbstständig auf den Weg nach unten und jemand rannte hinterher :D

Wir probierten da so rum und nach einer Menge Frust ging es wieder runter. Gegen späten Nachmittag, als eigentlich alle anderenschon zuhause waren sind wir dann zum Idiotenhügel runter und versuchten uns weiter mehr schlecht als recht. Aber wir hatten Spaß daran und gaben nicht auf. Wahrscheinlich wären einige von uns mit einem Wok oder Rodelschlitten besser beraten gewesen. Dazu nervte es einfach das man immer wieder hochlaufen musste.

Kommen wir zurück zur Planung. Wir hatten genau genommen nichts dabei. Also suchten wir zuerst einen Supermarkt oder sowas in der Art auf.

Am nächsten Tag hatten einige von uns schon den Papp mit dem Snowboarddingens auf und fuhren einfach ohne auf den Schareck. Pommes Currywurst essen! 3 Mutige allerdings versuchten sich an der gesamten Abfahrt! Haben die auch geschafft und wir anderen konnten sie von der Gondel aus auf der Piste beobachten. Interessanter Fahrstil. Abends stieg auf dem Idiotenhügel das große jährliche und seit dem nicht mehr ausgetragene KCL Flutlicht Abfahrtsrennen mit 3 Teilnehmern, dass der Simon für sich entschied!

Es war Samstagnacht als einer der denkwürdigsten Momente in 10 Jahren KCL passierte. Niko versuchte aus unbekannten Gründen unter seine Seite des Schlafsofas durch eine Art Luke zu klettern, als eben die Spanplatte unter ihm nachgab. Lachflash bei ALLEN Beteiligten! Bis auf Sascha, der das auch mitbekam und nur ein kurzes ‚Arschlöcher’ durch den Türspalt raunte. Das Niko versuchte das so zu erklären, dass eine Verschwörung gegen ihn im Gange sei tat sein Übriges. Die folgenden Sätze gingen in die Geschichte ein: ‚Ich hol morgen eine Spanplatte’ – ‚Niko wir haben Ostersonntag. Da gibt es nirgendswo Spanplatten’ – ‚Egal, wir haben Essen. Die besteche ich’. Oder wie er ein ungläubig verzweifeltes Gesicht aufsetzte und nur meinte: ‚Wie soll ich das meiner Versicherung erklären?’. Einfach nur genial! Dazu muss noch erwähnt werden dass er 2 Stunden vorher mit TONKUGELN meinte Fußball spielen zu müssen und dabei eine in zig Teile splitterte.

Wir hatten also Ostersonntag und es war unser letzter Tag in Österreich. Das Sofa war hin. Irreparabel hin. Dazu sahen wir das meine Seite des Sofas auch schon ziemlich lädiert war. Also Niko war nicht der Hauptschuldige, sondern eher, dass wir am Tag vorher mit 6 Leuten auf dem Sofa saßen und ein FIFA Fussi Turnier auf der Xbox zockten. Ich musste dank dessen die folgende Nacht auf 2 Sesseln verbringen!

Wir genossen nochmal ein wenig Schnee am Idiotenhügel. Setzen uns größtenteils einfach auf die Snowboards und gaben die dann am Abend ab.

Früh morgens am Ostermontag fuhren wir wieder Richtung Heimat und gönnten uns ein Frühstück bei McDonalds. Hier gab ich meine letzten 5 Eur, die ich als Liftpasspfand wiederbekam, aus. Ja als Schüler/Azubi hatte man es damals nicht leicht!

Alles in allem war es ein superlustiger Trip. Total ungeplant, Chaos, Lagerkollar, etc. aber Laune hat es gemacht! 7 Leute auf 30m2. Epic! Man müsste halt nur beim nächsten Mal zumindest einmal vorher ein Snowboard unter den Füßen gehabt haben und die Grundlagen kennen. Man lernt draus und ich freue mich schon aufs nächste Mal 2012!

Damals hatte man nur eine kleine Compact Cam und auch keine Handys mit Kamera… Die gute alte Zeit!

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